Dienstag, 2. Juni 2009

Internet Prognose 2015

Das Internet hat sich die letzten 5 Jahre intensiv in den deutschen Haushalten ausgebreitet und wird mittlerweile schon von vielen Handybenutzern verwendet. Dabei ist das sog. Web2.0 entstanden, was die grauen, haesslichen alten Homepages abgeloest hat und statt statischen Webseiten hat man heute Webanwendungen. Jetzt versuche ich, eine Prognose fuer 2015 zu erstellen, wie dann das Web aussieht. Ab jetzt tu ich so, als waehr ich im Jahre 2015

Flash ist ausgestorben

HTML 5 hat durch seine Erweiterungen des alten HTML 4.01 Standards das proprietaere Flash verdraengt. Die audio und video Tags gaben Youtube die Moeglichkeit, komplett auf HTML zu setzen. Browserspiele werden in canvas Elementen gezeichnet und direkt vom Browser ueber Javascript, berechnet. Javascript wird dann schon lange
JIT kompilieren
und somit eine der schnellsten Sprachen sein.

Neue Kommunikation

E-Mails und IM sind am aussterben, denn Google hat vor fuenf Jahren Google Waves auf den Markt gebracht. Eine Wave kann dabei von einer bestimmten Anzahl von Menschen im Browser bearbeitet werden, wobei jeder sofort die eigenen Aenderungen und die Aenderungen der anderen sieht, was Instant Messaging ermoeglicht. Zusaetzliche Gadgets ermoeglichen eine Just-in-Time Uebersetzung in die eigene Sprache, Umfragen in Echtzeit, Schach Partien, Google Maps Einbindung etc. Dinge wie E-Mail und IM sind mittlerweile zu statisch und kompliziert, jedoch noch toleriert (wie das Fax im Jahre 2009). Zusaetzlich waren diese meisst unverschluesselt, was eine 20-30 jaehrige Altlast des Internets war.

Standardtoolkit wird HTML - Das Betriebsystem der Browser

Immer weniger Programme muessen auf dem Rechner installiert werden - sie werden im Browser aufgerufen. Es ist nicht mehr noetig, Daten umstaendlich zu verschicken, da sie sich ohnehin schon im Web befinden - man muss nur noch URLs verschicken. Wechselmedien wie USB-Sticks, CDs oder DVDs gelten als veraltet, denn wer traegt Daten, die nur virtuell existieren physikalisch mit sich rum? Filme, Videos, Musik, Fotos, Office Dateien - alles befindet sich im Internet. Man hat Zugriff von jedem PC der Welt und von allen Handys, die noch im Umlauf sind.

Musik und Filme

Musik und Video ist mittlerweile frei. Die Plattenfirmen haben eingesehen, dass durch den Verkauf von CDs mittlerweile kein Geld mehr zu holen ist und es aufgegeben, gegen Raubkopierer vorzugehen. Kuenstler stellen ihre Kunst freiwillig ins Netz und leben von Spenden oder oeffentlichen Auftritten. Nun bestimmen die Benutzer im Netz, welcher Kuenstler mehr Erfolg und welcher weniger Erfolg hat und weniger das Geld, das dem Kuenster zur verfuegung steht. Ansonsten gibt es Webseiten, die Musik und Videos zum Streamen anbieten. Diese Finanzieren sich entweder durch kleine Beitraege im Monat und/oder Werbung. Auf diesen Seiten koennen Kuenstler ihre Werke veroeffentlichen. Das Geld der Einnahmen abzueglich der allgemeinen Kosten der Webseiten wird auf die Kuenster mit einer Gewichtung aufgeteilt. Die Gewichtung ist dabei die Anzahl der Zugriffe auf deren Werke dividiert durch alle Zugriffe.